Pulsare: Ein besonderes Lernformat
Schon seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es mit den „Pulsaren“ ein besonderes Lernformat bei uns an der Tellkampfschule. Und auch in diesem Jahr wurde vom 16.-20.01. wieder in diesem Lernformat gearbeitet: Ihr fragt Euch, was ein Pulsar ist? Ein Pulsar ist ein schnell rotierender Neutronenstern, der Synchrotonstrahlung aussendet, die – fast wie bei einem Leuchtturm – signalartig wahrgenommen werden kann, wenn sich der Neutronenstern in Erdnähe befindet.
Alles klar? Nein?! Zugegeben, das hört sich erst einmal irritierend an, aber im Grunde passt das ganz gut. Der Reihe nach: Die Schüler:innen des 11. Jahrgangs absolvieren in klassenübergreifenden Gruppen je einen Pulsar pro Halbjahr. Sie wählen sich ein Schwerpunktthema aus, zu dem sie selbstgesteuert forschen und bei dem sie (ACHTUNG!) eigenständig rotieren. Während am Montag und Dienstag theoretische Grundlagen erarbeitet werden, forschen die Schüler:innen am Mittwoch und Donnerstag an selbstgewählten Schwerpunkten. Wir lassen die Schüler:innen eigenständig und selbstbestimmt arbeiten und forschen, die dann immer wieder (ACHTUNG!) Signale an ihre Lehrkräfte aussenden. Der Freitag steht dann fast vollständig im Zeichen der Präsentation der Ergebnisse.
Von diesem Format geht eine hohe intrinsische Motivation aus, weil die Schüler:innen nach dem Prinzip von „Voice and Choice“ arbeiten: Sie können Entscheidungen für das eigene Lernen treffen und ihre Stimme hat Gewicht, weil sie ein Problem losgelöst von klassischen Unterrichtsfächern betrachten und sich einem Thema fächerübergreifend von mehreren Ebenen aus nähern können, und weil man seinen Lernfortschritt nicht mit einer klassischen Klausur dokumentiert, sondern authentische Leistungen erbringt, die weniger schulischen Charakter haben. Dieses Jahr durften die Schüler:innen aus folgenden Pulsarthemen wählen:
1) Arm in meiner Stadt
2) Energiesparen
3) Meine Stadt – Meine Heimat
4) Stadt.Land.Wandel
Die Rückmeldungen der Schüler:innen zu diesem Format sind von Anfang an fast durchweg positiv. Oft wird gefragt, warum so selten auf diese Art und Weise gelernt wird. Gute Frage! Wir prüfen als Schule derzeit Möglichkeiten, ob dieses lohnenswerte Lernformat nicht auch in anderen Jahrgängen sinnvoll eingesetzt werden könnte.
Wald praktisch erleben – Forschen, Entdecken und Gestalten
Im Waldökologiepraktikum in der Jugendbildungsstätte Wohldenberg bei Hildesheim lernst du den Wald nicht nur im Klassenraum, sondern direkt draußen kennen. Gemeinsam mit deiner Klasse und dem gesamten 7. Jahrgang untersuchst du Pflanzen, Tiere, Boden, Licht und Wasser und findest heraus, wie alles im Ökosystem Wald zusammenhängt. Du arbeitest wie eine kleine Forscherin oder ein kleiner Forscher, führst Experimente durch und hältst deine Ergebnisse in einem Praktikumsbericht fest. Außerdem legst du ein eigenes Herbarium an. Durch das Erleben der Natur lernst du, warum biologische Vielfalt wichtig ist und wie man verantwortungsvoll mit der Umwelt umgeht. Kreative Aufgaben wie Gedichte, Zeichnungen oder kleine kulinarische Projekte machen das Praktikum abwechslungsreich und spannend. Der Sport, aber auch andere kreative Freizeitmöglichkeiten im Grünen kommen dabei natürlich ebenfalls nicht zu kurz.
Zooprojekt – Tiere ganz nah erleben!
Im Zooprojekt des 6. Jahrgangs lernst du Tiere ganz genau kennen. Drei Tage lang besuchst du mit deiner Klasse den Zoo Hannover und schaust nicht nur kurz hin, sondern richtig genau. Du suchst dir ein Lieblingstier aus und beobachtest es aufmerksam: Wie sieht es aus? Wie bewegt es sich? Wo lebt es und was frisst es?
Das Projekt ist fächerübergreifend: In Kunst zeichnest du dein Tier und sein Gehege, in Deutsch erfindest du Geschichten und in Naturwissenschaften sammelst du spannende Infos. Besonders toll ist, dass dich Oberstufenschüler:innen betreuen und dir als „große Expert:innen“ viel über Tiere und Artenschutz erklären.
Am Ende gestaltest du dein eigenes Bilderbuch mit einer Geschichte und einem Steckbrief zu deinem Tier – darauf kannst du richtig stolz sein!